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Seit zwei Monaten sitze ich hier am Strand vor Afrika und genieße jeden Tag den Bilderbuch-Sonnenuntergang auf meiner Terrasse über dem blauen Meer bei Fiji-Wasser mit einem Spritzer Sonne und Tofu-Steaks. Dabei nutze ich die Zeit zur Kontemplation und Reflektion der Dinge, die im schönsten Land der Welt „Doitschland“ so passieren: Kant, Laotse, Suntsu und „The View from the Mountains Top“ spielen dabei eine sehr große Rolle.
Katrin und ich nutzen den seit 12 Jahren sonnigsten Winter in Spanien dazu, unsere gesamte Palette an Büchern ins E-Book Format zu konvertieren und Ende März sollen sie dann soweit fertig sein. Noch in diesem Jahr werden alle Bücher ins Englische übersetzt. Problematisch ist für uns noch die Tatsache, dass die Online-Verlage nicht in der Lage sind bei der Sprache bzw. Sprachauswahl: Deutsch-Englisch oder Deutsch-Japanisch im Beschreibungstext dieses anzugeben, so sind wir vollauf beschäftigt, Anfragen über Facebook zu beantworten warum, wie, gibt es usw.
Also Anfragen wie: ob unsere neuen Bücher (Japans Hinterland, englische Übersetzungen etc) auch als Printversionen geplant sind.
Leider - und das meine ich wirklich - sehen wir da kaum Möglichkeiten. Das seit 500 Jahren gewachsene Verlags- und Buchdruckkartell kalkuliert für ein Buch mit 500 Bildern in DIN A4 bei einer Auflage von 1.000 Stück über 60 Oiro, plus MwSt., plus unser Salär. China würde das für 4-6 Oiro machen, aber das ist uns zu kompliziert, und wir hätten den Vertrieb an der Backe.
So wird es leider auch in Zukunft sein, dass Bücher nur noch auf iPad (17 Mio. Verkauft 2011) oder iPhone (37 Mio. Verkauft 2011) erhältlich sein werden; also als E-Books. Erstmals sind 2011 mehr E-Books als Prints in den USA verkauft worden.
Deutschlands Buchmarkt mit seiner Arroganz wird das 2013 zu spüren bekommen, da der Moloch wieder einmal hinterher hinkt. Die deutsche Verlagsgilde wird wohl in 5 Jahren, so wie sie jetzt ist, ausgestorben sein, weil sie ihr Selbstbereicherungssystem -wie damals die Musikindustrie- nicht verändern wollen, wie die deutschen E-Book Preise zeigen. Marc Z., Amazon und Apple etc. werden den Markt, losgelöst in Luxemburg sitzend oder so, dermaßen aufmischen, dass nichts mehr übrig bleibt von dem Kartell – ein neues ist dann entstanden.
Allerdings habe ich, doitsch und ökonomisch geschult, wie ich nun einmal bin, den Verlagen einen Vorschlag zu machen:
Es sollte eine Abgabe bei der EU zur kulturellen Kartellsicherung des Buchhandels als Weltkulturerbe gemacht werden – exakt nach Vorlage der GEZ:
BEZ sollte sie heißen: Buch-Einzugs-Zentrale.
Jeder, der im deutschsprachigen Raum lebt, lesen kann, oder auch nicht - das ist egal, er könnte ja - muss monatlich zwei Bücher kaufen, egal welche, die doppelt so teuer und nur halb so dick wie üblich sind. Der Betrag wird automatisch von allen Haushalten, berechnet auf ihre Mitglieder, von der BEZ eingezogen (Hunde und Katzen zählen je ½, da seit Loriot jeder weiß, dass sie lesen können. Urteil bereits vom BGH bestätigt, Vögel, Mäuse, Hamster etc. sind derzeit noch befreit, da sie zu klein sind, um die Bücher zu halten, an Miniausgaben –iPod nano Größe- wird gearbeitet.).
Deutsche, die im Ausland leben werden, durch die Botschaften zwangsgepfändet oder anders drangsaliert. Deutsche, die kein Deutsch mehr können, aber noch einen deutschen Pass haben, müssen die Übersetzung der Bücher selbst bezahlen, eine Befreiung gibt es nur für Mitglieder des Parlaments, Mitglieder des Medienrates und alle Abgeordneten bis hinunter auf die Gemeindeebene und natürlich Lehrer –unterbezahlt und überlastet- , die alles kostenlos bekommen. Die Kosten werden wie bei den Solarsubventionen auf den Pöbel äähh das Personal Doitschlands (PERSONALausweis) umgelegt.
Die Bücher werden vom verlagseigenen Druckbetrieb, der in Hongkong sitzt, vom verlagseigenen Zusteller, der auf den Cayman Islands sitzt, übersandt, deren Gebühr viermal so hoch ist wie üblich (wegen so weit weg). Eine Garantie der Zusendung kann nicht übernommen werden, Beschwerden nur in Hacka Slang direkt nach Hongkong.
Wer weiß, wie die Lobby seit je her in der Politik verzeckt ist, zeigen Jack Wulffskin et al., und so gebe ich dem Buchhandel in Brüssel eine echte Chance, die BEZ genehmigt zu bekommen.
Da der doitsche Bierhandel auch Einbußen, wegen der horrenden Kneipenpreise und des schlechten Sommers 2011 zu verbuchen hatte, wird über eine SEZ: Suff-Einzugs-Zentrale auf gleicher Basis nachgedacht, da beide Industrien etwa zur gleichen Zeit entstanden sind. Hier wird Vieh für die monatliche Gebühr zusätzlich mitberechnet, weil Kobe Rinder in Japan auch Bier trinken. Die Orthopädiemechaniker denken über eine ähnliche Gesetzesvorlage nach, da seit des Verbots für Landminen ihr Umsatz eingebrochen ist… usw. usw. usw.
Wer sich die erpressten Gelder zur Erhaltung gewachsener Kulturgüter nicht mehr leisten kann, muss eben härter arbeiten – so ein Bremer Richter zu einem Bekannten, der die Unterstützung seiner Ex-Frau, die im 34. Semester Psychologie studiert, nicht mehr bezahlen konnte…
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